Posts mit dem Label Kaempferspecht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kaempferspecht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 7. Januar 2020

Emil und der Kaempferspecht

Emil Kaempfer ist am 7. Februar 1889 in Posen zur Welt gekommen. Seine Großeltern waren Emilie geb Lachmann (1820-1887) und der Schneidermeister Cohn Kaempfer (1821-1901), beide in Wreschen geboren. Emil ist der Sohn von Anna geb. Heilbronn (*1856) und dem Kaufmann Louis Kaempfer (*1851), sowie der Bruder von Hans (*1883),  Richard (1884-1966) und Johanna (1890-1942). Der Vorname Emil könnte eine Hommage an Louis' Mutter sein.

Die 4. Posener Urkunde vermerkt den Umzug der Familie nach Berlin am 19. November 1896. Das Adressbuch von 1899 gibt ihre Anschrift: Pestalozzistr. 92a in Charlottenburg.


Emils Anzeigen unter dieser Adresse in der Entomologischen Zeitschrift (Jahrgang XIX, 1905/1906) belegen das rege Interesse des Heranwachsenden an der Welt der Schmetterlinge und vielleicht schon seinen "Sammeleifer". - 1914  und 1919 befindet sich die Adresse von Louis dann in der Witzlebenstr. 12a am Lietzensee. Und 1933 wohnt dort Sohn Hans Kaempfer anstelle von Louis.

Wenn wir von einer Jugend in Berlin ausgehen können, müssen die Folgejahre derzeit Emils Geheimnis bleiben. Bei Ende des 1. Weltkriegs ist er 29 Jahre alt: Hat er am Krieg teilgenommen oder sich schon ins Ausland abgesetzt? Hat er studiert oder einen kaufmännischen Beruf erlernt?

Mindestens seit 1921 sammelt Emil Kaempfer Vogelarten in der Dominikanischen Republik, wie folgende Notiz aus dem Jahr 1930 bezeugt (1):


Von 1926 bis 1931 betreibt Emil dann ornithologische Forschungen in Brasilien für das American Museum of Natural History im Auftrag von Elsie Naumburg (1880-1953), die 1935 ihre Gazeteers and Maps Showing Stations Visited by Emil Kaempfer in Eastern Brazil and Paraguay veröffentlicht (2). Daraus ein Bild von Emil als "gentleman explorer" (3):